Tobias Zimmermann SJ

»sami« – Tobias Zimmermann SJ

Malen ­bedeutet für mich, Schmerz fressen und ­Dämonen austreiben mit Farben von harter, strahlender Klarheit und brüllender Gebrochenheit. Brüllen und Lachen! Und dabei ästhetische Stereotype auf die Spitze treiben und zu untergraben, bis es kracht und weh tut! Das ist Punk für mich, der Barock der Gegenwart.

Tobias Zimmermann SJ

Mit zwölf stand ich wie vom Donner gerührt vor Max Beckmanns »Die Nacht« und vor den »Argonauten«. Da wusste ich, nur Malen rettet mich! Im indigenen Lateinamerika durfte ich mich im Fremden selbst finden und mit Farben und Mythen vollsaugen. Als Kunstpädagoge, Philosoph und Seelsorger habe ich dann im Jesuitenorden in Schule und Jugendarbeit von jungen Menschen mehr fürs Leben gelernt als in der eigenen Schulzeit.

In dieser Zeit hat mich Jean-Michel Basquiats fragile und schonungslos ehrliche Bildsprache begeistert und herausgefordert. Dafür bin ich ebenso dankbar wie für die inneren Gespräche, in die mich bis heute die aufs Wesentlichste verdichteten lyrischen Bilder von Sean Scully verwickeln. Aus der Ferne Andy Goldsworthy in »rivers and tides« bei der Arbeit zuzuschauen schenkt meiner Seele Frieden. Und doch: Zu erkennen, dass ich Maler bin, ohne Künstler sein zu müssen, war eine echte Befreiung!

Malen und zeichnen sind für mich elementare Tätigkeiten wie essen, trinken und atmen, auch wenn wirklich sehr lange keine »schönen« Bilder dabei raussprangen. Sie sind meine persönliche Weise, Horizonte und Abgründe der eigenen Seele zu bereisen und zu beten. Wenn sich andere Menschen involvieren lassen, umso schöner. Dann treffen wir uns da.

Werke

In den Sand geschrieben Quadrat

Punk, Bibel und barocke Farben

Storyboards

Sami Ohne Titel

Die Kunst der Fuge

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ZUGÄNGE – Punk, Bibel und barocke Farben
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